Stuttgart

Filderhauptstraße 142

18.–19.09.2017

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Grußwort zum 1. Stuttgarter Mediationsforum

  • Grußwort Guido Wolf MdL

    Minister der Justiz und für Europa des Landes Baden-Württemberg

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    obwohl – oder gerade weil – ich als Justizminister für die Gerichte in Baden-Württemberg zuständig bin, weiß ich um die Bedeutung der außergerichtlichen Streitbeilegung. "Schlichten statt Richten", also die konsensuale Konfliktlösung, stellt eine wichtige Ergänzung der richterlicher Streitentscheidung dar. Sie dient zugleich der Entlastung unserer Justiz.

    Gerichte legen eine rechtliche Perspektive an den zu entscheidenden Fall an. Die eigentliche Ursache des Konflikts liegt jedoch oft woanders, etwa auf einer persönlichen oder wirtschaftlichen Ebene. Indem die Mediation auch diese "rechtlich irrelevanten" Ursachen freilegt, kann sie den Streit an der Wurzel packen. Das ermöglicht eine umfassende Konfliktbereinigung. Anders als bei einem Richterspruch gibt es bei der Mediation auch nicht Sieger und Verlierer, sondern zwei sich aufeinander zubewegende Parteien. Das erhöht die Akzeptanz der erarbeiteten Lösung und vermeidet künftige Konflikte.

    Daneben kommt der Mediation auch eine wichtige präventive Funktion zu. So werden im Rahmen der innerbetrieblichen Mediation Konflikte bereits in einem frühen Stadium aufgearbeitet und bereinigt. Dies kann dazu beitragen, rechtlich relevante Konflikte erst gar nicht entstehen zu lassen. Damit werden die hohen wirtschaftlichen, aber auch persönlichen Belastungen von – unter Umständen langen – Rechtsstreitigkeiten vermieden.

    Als Mediatorinnen und Mediatoren leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die konsensuale Lösung von Konflikten. Diese Arbeit ist anspruchsvoll. Daher ist es wichtig, Ausbildungsstandards zu implementieren, wie dies zuletzt durch die Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung geschehen ist. Daneben bedarf es breit gefächerter Ausbildungsveranstaltungen, aber auch Möglichkeiten zum Erfahrungsaustauch. Alles das bietet Ihnen das 1. Stuttgarter Mediationsforum.

    Ich freue mich über Ihr Interesse an dieser Veranstaltung und wünsche Ihnen zwei aufschlussreiche Tage in der Landeshauptstadt mit spannenden Diskussionen, anregenden Workshops und gehaltvollen Vorträgen.

    Mit herzlichen Grüßen
    Ihr
    Guido Wolf MdL

    Guido Wolf


    Download Grußwort Guido Wolf MdL

Programmüberblick Stuttgarter Mediationsforum

Download Programmüberblick (PDF) - inkl. Anmeldeformular

  • Workshop Mediatorentraining: „Üben auf dem heißen Stuhl“ (Bernhard Böhm)

    „Mediation macht doch keinen Sinn“. „Der Kollege soll sich einfach an Regeln halten“. „Der lügt“, „Ich fühle mich von Ihnen als Mediator nicht gut ausreichend berücksichtigt“. „Es liegt doch nur an dem einem“, „Ich lasse mich hier nicht anschreien“.

    Wahrscheinlich kennen Sie den einen oder anderen „Klassiker“ aus Ihrer eigenen Mediationspraxis. Im kurzweiligen Training „Üben auf dem heißen Stuhl“ geht es darum, ausgewählte Situationen in kurzen Rollenspielsequenzen auszuprobieren, zu üben und unterschiedliche Wege zu entwickeln. Ziel ist es, den eigenen „Werkzeugkoffer“ als Mediatorin und Mediator zu füllen. Denn meistens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

  • Workshop „Mediation im Unternehmen erfolgreich implementieren und leben“ (Jürgen Briem)

    Sie wollen als Personaler, Führungskraft oder einfach mediationsbegeisterter Mitarbeiter Mediation in Ihrem Unternehmen ein- und umsetzen?

    Das Seminar zur Umsetzung von Mediation! Einer der erfahrensten Pioniere des Konfliktmanagements in Unternehmen gibt Ihnen genau dazu Tipps und Anregungen...

    1. - Wie kann man eine konstruktive Konfliktbearbeitung im Unternehmen platzieren?
    2. - Welche Multiplikatoren gibt es und wie können diese aktiviert werden?
    3. - Auf welche Fallstricke muss man (be)achten
    4. - Welche Erfahrungen kann man nutzen?
    5. - Wie kann man die Geschäftsleitung und Führungskräfte überzeugen?
    6. - Wie kann man den Betriebsrat einbinden?
    7. - Welchen Vorteil bietet ein modernes Konfliktmanagement in der Projektarbeit?
    8. - Wo ist die Schnittstelle zur Organisationsentwicklung?
    9. - u.v.m.
  • Workshop „Transaktionsanalytisch-orientierte Supervision“ (Christian Küster)

    Eine helfende Beziehung, wie die Supervision es ist, gewinnt durch Rollenklarheit und konzeptionelle Stärke des professionellen Partners. Es ist entscheidend, dass Supervisor ihre Identität als Supervisor entwickeln.

    Im Workshop wird mit den Teilnehmern interaktiv und an Beispielen gearbeitet, wie Supervisionskompetenz als professionelle Kombinationsleistung verstanden und eingesetzt werden kann. Es geht um Kontextbewusstsein, Konzeptualisierung in wissenschaftlichen Landkarte, Hypothesenbildung und Intuition ebenso wie um Methodenkenntnis und Prozessgestaltung.

    Dabei werden eine Auswahl eleganter Konzepte der Transaktionsanalyse eingebracht. Die humanistische Psychologie der Transaktionsanalyse legt den Fokus auf Denken, Fühlen und Verhalten und bietet so auch Instrumente zur persönlichen Reflexion.

  • Workshop „Neue Herausforderungen – interkulturelle Konflikte“ (Sosan Azad)

    Mediation wird mit Erfolg in interkulturellen Konflikten eingesetzt. Gehören die Konfliktparteien unterschiedlichen Nationalkulturen an, fließen die kulturellen Charakteristika als eine wichtige Komponente in den Vermittlungsprozess ein. Von der Falleingangsphase bis zur Vereinbarung bietet Mediation im interkulturellen Kontext Synergiepotentiale in der Konfliktlösung. Gleichzeitig stellt dieser Kontext an die Mediatoren besondere Herausforderungen, da sich die Konfliktparteien in der Regel in ihrem Konfliktverhalten, im Kommunikationsstil und ihren Erwartungen an die Rolle und Haltung des Mediators unterscheiden.

    Mittels Simulationen, Präsentationen und Übungen können folgende Themenschwerpunkte erlernt und erprobt werden:

    1. - Besonderheiten im Mediationsdesign im interkulturellen Kontext
    2. - Kulturspezifisches Konfliktverhalten und Kommunikationsstile
    3. - Rolle und Haltung des Mediators im interkulturellen Kontext
    4. - Länderspezifische Traditionen der Konfliktvermittlung
    5. - Umgang mit unterschiedlichen Werten und Normen in der Mediation
    6. - Methoden und Techniken in der Mediation im interkulturellen Kontext
  • Workshop „Innerbetriebliche Mediation als Instrument des Personalmanagements“ (Dr. Gernot Barth)

    Mit dem Thema "Innerbetriebliche Mediation als Instrument des modernen Personalmanagements" zeigt Gernot Barth, wie es Personalern gelingen kann, auf durchaus neuen Wegen mit Konflikten in den Unternehmen umzugehen. Folgende Themenschwerpunkte werden angesprochen:

    1. - Konflikteskalationsskala
    2. - Konfliktlösungsmechanismen
    3. - Interessen- und Bedürfnisebene
  • Gemeinsames Mittagessen (offen für alle)

Referenten/ Trainer

Speaker 4

Sosan Azad

Mediatorin

Speaker 4

Dr. Gernot Barth

Mediator und Trainer

Bernhard Böhm

Bernhard Böhm

Mediator und Rechtsanwalt

Bernhard Böhm

Jürgen Briem

Mediator, systemischer Coach

Christian Küster

Christian Küster

Unternehmensberater & Coach

Online-Anmeldung

Tickets

18.09.2017: „Fallsupervision“ von 10:00 bis 16:00 Uhr – 184,45 € inkl. USt.

Bei welchem Supervisor soll die Fallsupervision durchgeführt werden?
  • Ulrike Arndt
  • Dr. Gernot Barth
  • RA Bernhard Böhm, M.M.
18. – 19.09.2017: Komplettticket Stuttgarter Mediationstage inkl. Mittagessen, exkl. Fallsupersupvision – 169,00 € inkl. USt)

Vorträge am Montag, den 18.09.2017:
  • 17:00 bis 17:30 Uhr: „Professionalisierung und Zertifizierung in der Mediation“ (Dr. Gernot Barth)
  • 17:30 bis 18:00 Uhr: „Neuro-Mediation“ (Christian Küster und Prof. Dr. Henning Schulze)
  • 18:00 bis 18:30 Uhr: „Interkulturelle Öffnung – Schwerpunkt Personalmanagement“ (Sosan Azad)
  • 18:30 bis 19:00 Uhr: „Klartext statt Kauderwelsch: Über die Bedeutung verständlicher Sprache“ (Prof. Dr. Frank Brettschneider)
  • 19:15 bis 19:45 Uhr: „Distanz und Nähe als Werkzeug der Konfliktlösung“ (Dr. Klaus Harnack)

Bitte wählen Sie jeweils einen Workshop am Vormittag sowie am Nachtmittag aus!

Dienstag, den 19.09.2017 – an welchem Workshop möchten Sie am Vormittag teilnehmen:
  • 09:30 bis 12:30 Uhr: Mediatorentraining: „Üben auf dem heißen Stuhl“ (Bernhard Böhm)
  • 09:30 bis 12:30 Uhr: „Mediation im Unternehmen erfolgreich implementieren und leben“ (Jürgen Briem)
  • 09:30 bis 12:30 Uhr: „Transaktionsanalytisch-orientierte Supervision“ (Christian Küster)
  • 09:30 bis 12:30 Uhr: „Neue Herausforderungen – interkulturelle Konflikte“ (Sosan Azad)
  • 09:30 bis 12:30 Uhr: „Innerbetriebliche Mediation als Instrument des Personalmanagements“ (Dr. Gernot Barth)
Dienstag, den 19.09.2017 – an welchem Workshop möchten Sie am Nachmittag teilnehmen:
  • 14:00 bis 17:00 Uhr: Mediatorentraining: „Üben auf dem heißen Stuhl“ (Bernhard Böhm)
  • 14:00 bis 17:00 Uhr: „Mediation im Unternehmen erfolgreich implementieren und leben“ (Jürgen Briem)
  • 14:00 bis 17:00 Uhr: „Transaktionsanalytisch-orientierte Supervision“ (Christian Küster)
  • 14:00 bis 17:00 Uhr: „Neue Herausforderungen – interkulturelle Konflikte“ (Sosan Azad)
  • 14:00 bis 17:00 Uhr: „Innerbetriebliche Mediation als Instrument des Personalmanagements“ (Dr. Gernot Barth)
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